Ausbildung zur Nageldesignerin oder Naildesignerin

Naildesign oder Nageldesign lernen im Seminar

Die Qualifikation zur Nageldesignerin (Naildesignerin) erwerben sich Anwärterinnen durch eine fundierte Schulung in einem Seminar, das mit einer theoretischen und praktischen Prüfung vor der zuständigen Handwerkskammer abgeschlossen wird. Eine Verpflichtung zur Aneignung des Titels besteht jedoch nicht – dennoch ist die Ausbildung im Interesse sowohl der Kundin, als auch der Betreiberin eines Nagelstudios. Letzter profitiert auch von einer besseren Stellung auf dem Markt. Das Vertrauen der Kundinnen in die Nageldesignerin wächst schnell an, wenn diese durch Qualifikation und Qualität überzeugt.



Voraussetzung für die Ausbildung zur Nageldesignerin

Zur Voraussetzung für den Erwerb des Zertifikates gehört eine abgeschlossene Berufsausbildung als Friseur/in oder Kosmetiker/in. Mehrjährige Berufserfahrung und solide Fachkenntnisse im Fachbereich Naildesign und in der Nagelkosmetik sind vorteilhaft für die Ausbildung. Die künftige, staatlich geprüfte Naildesignerin erwirbt während des Lehrganges fundierte Kenntnisse in den Bereichen Dermatologie, Erkrankungen der Haut, Betriebswirtschaft und Materialkunde. Der zweite Teil vermittelt der Nageldesignerin praktische Fertigkeiten. Die Prüfung belegt den Kundinnen schließlich, dass eine qualifizierte Fachkraft das Nagelstudio leitet und damit eine solide Vertrauensbasis zugrunde liegt.

Theoretische und praktische Schulung zur Nageldesignerin

Die theoretische Schulung innerhalb der Seminare vermittelt detaillierte Kenntnisse im gesundheitlichen Bereich. Dazu gehören die Fächer Anatomie und Physiologie, Beschaffung der menschlichen Haut und ihre Erkrankungen wie beispielsweise Viruserkrankungen und bakterielle Infektionen. Auch die Krankheitsbilder von Pilzinfektionen und deren Vorbeugung durch gewissenhaft eingehaltene Hygienemaßnahmen sowie genaue Kenntnisse über Produktchemie und Gefahrenkennzeichen gehören zum Lerninhalt im Seminar. Für die Leitung eines Dienstleistungsunternehmens muss man auch betriebswirtschaftliches Wissen lernen – dieses beinhaltet unter anderem Personalwesen, Buchhaltung, kaufmännisches Rechnen und Marketing.

Um das Naildesign professionell anwenden zu können, werden neben den theoretischen auch praktische Lerninhalte vermittelt. Zur Ausübung von Nageldesign gehört auch das Lernen von Nagelverlängerung, Anwendung verschiedener Techniken im Nageldesign, Umgang mit Gel, Flüssigkeiten, Pulver oder Fiberglas sowie die Pflege des Naturnagels. Außerdem werden technische Verfahren wie die Auffülltechnik oder die sachgerechte Anwendung elektrisch betriebener Feilen erlernt. Nicht zuletzt spielen auch praktische Kenntnisse für die kompetente Kundenberatung eine große Rolle in der Ausbildung zur staatlich geprüften Nageldesignerin oder Naildesignerin.